Forschung zeigt, dass einige Smart-TVs trotz Ausschalt-Einstellungen weiterhin Daten verfolgen

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Forscher fanden heraus, dass Smart-TVs von Samsung, Vizio und Roku weiterhin Daten an automatische Inhaltserkennungsdienste senden, auch wenn Nutzer das Tracking deaktivieren, was Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Transparenz und Einwilligung aufwirft.
Studie zeigt, dass bestimmte Smart-TVs trotz Deaktivierung von Tracking-Diensten Daten an automatische Inhaltserkennungsdienste übertragen
Eine kürzlich von Forschern der Northeastern University durchgeführte Studie deckte auf, dass einige Smart-TVs weiterhin Daten senden, die mit automatischen Inhaltserkennungsdiensten (ACR) verknüpft sind, obwohl Nutzer in den Geräteeinstellungen das Tracking deaktiviert haben. Die Untersuchung analysierte acht Betriebssysteme von Smart-TVs über 12 Modelle von zehn Herstellern, darunter Samsung, Vizio, Roku, LG und Sony, und konzentrierte sich darauf, wie diese Geräte Inhaltsdaten an entfernte Server senden, um Zuschauerzahlen zu messen und zielgerichtete Werbung zu ermöglichen.
Das Forschungsteam verwendete eigens entwickelte Steuerungsskripte und Werkzeuge zur Überwachung des Netzwerkverkehrs, um ACR-Aktivitäten auf Smart-TVs mit Samsung’s Tizen OS, Vizio’s SmartCast OS und Roku OS zu beobachten. Sie stellten fest, dass TVs mit diesen Betriebssystemen oft Netzwerkverkehr übertragen, der mit der Datenerfassung durch ACR übereinstimmt, selbst wenn das Tracking deaktiviert war, insbesondere bei der Nutzung von Erste-Parteien-Content-Apps und verschiedenen Eingabemodi wie Antenne und HDMI.
Beispielsweise erzeugten Fernseher mit Samsung Tizen und Vizio OS in allen getesteten Szenarien weiterhin ACR-bezogenen Netzwerkverkehr, nachdem Nutzer dem Tracking widersprochen hatten, während das Roku OS dieses Verhalten hauptsächlich bei Nutzung seiner integrierten Streaming-App The Roku Channel zeigte. Diese fortlaufende Datenübermittlung nach Deaktivierung widerspricht den Erwartungen der Nutzer und wirft Fragen zur Wirksamkeit der Datenschutzkontrollen auf diesen Geräten auf.
Der Studienleiter Ilgar Mammadov erklärte, dass ohne Zugriff auf die verschlüsselten Inhalte der Netzwerkkommunikation nicht abschließend festgestellt werden könne, welche Daten genau gesendet oder wie diese verarbeitet wurden. Er hob jedoch hervor, dass der anhaltende Verkehr potenzielle Verletzungen von Nutzereinwilligung und Transparenz vermuten lasse, was für die Einhaltung von Datenschutzvorschriften essentiell sei.
Dies ist nicht das erste Mal, dass das Tracking bei Smart-TVs kritisch betrachtet wird. Im Jahr 2017 verhängte die Federal Trade Commission Geldstrafen gegen Vizio wegen der Erfassung von Sehdaten ohne ordnungsgemäße Zustimmung. Jüngst wurden auch Samsung und andere Hersteller rechtlich wegen mutmaßlicher unautorisierter Sammlung persönlicher Daten mittels ACR-Technologie angeklagt.
Die undurchsichtige Umsetzung von ACR sowie das gesperrte Design der Smart-TVs erschweren die Transparenz und externe Überprüfung. Daher fordern die Forscher die Hersteller auf, offen zu legen, welche Eingaben ihre ACR-Systeme überwachen, sämtliche ACR-Datenübertragungen zu authentifizieren und zu verschlüsseln sowie klare Informationen zur Effektivität der Opt-Out-Möglichkeiten bereitzustellen.
Für Verbraucher, die Tracking vermeiden möchten, rät der Bericht zur Nutzung externer Streaming-Geräte ohne ACR, zum Blockieren identifizierter ACR-Netzwerkdomains oder zur Einschränkung des Netzwerkzugriffs der Fernseher. Initiativen wie die rechtlichen Bemühungen der Software Freedom Conservancy zielen darauf ab, Nutzer mit besserer Kontrolle über die Smart-TV-Software auszustatten, um unerwünschte Datenerfassung zu verhindern.
Da Smart-TVs zunehmend in den Alltag integriert werden, macht diese Studie auf zentrale Datenschutzfragen und die Herausforderungen beim Schutz von Nutzerdaten in vernetzten Heimgeräten aufmerksam. Verbesserte Transparenz und wirksame Opt-Out-Mechanismen bleiben entscheidend, um Nutzervertrauen und regulatorische Anforderungen sicherzustellen.



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