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Google räumt ein, dass KI-Suche weniger Einnahmen generiert, plant mehr Werbung und erhöhte KI-Investitionen

Tendela Briefing ·
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Google räumt ein, dass KI-Suche weniger Einnahmen generiert, plant mehr Werbung und erhöhte KI-Investitionen

Image: Ars Technica · Source

Der Bericht von Alphabet für das dritte Quartal 2026 zeigt ein Umsatzwachstum von 25 %, offenbart jedoch, dass KI-gestützte Suche im Vergleich zur traditionellen Suche geringere Werbeeinnahmen erzeugt. Google plant, KI-Suchanzeigen auszuweiten und die KI-Ausgaben 2027 deutlich zu erhöhen, trotz steigender negativer Cashflows.

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, meldete für das dritte Quartal 2026 einen starken Umsatzanstieg von fast 25 % im Jahresvergleich und erreichte fast 128 Milliarden US-Dollar. Die Finanzergebnisse offenbarten jedoch aufkommende Bedenken hinsichtlich der Rentabilität seiner KI-gestützten Suchdienste und der Nachhaltigkeit seiner hohen KI-Investitionen. Trotz des Umsatzwachstums sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um fast 9 Milliarden US-Dollar, was nach der Gewinnbekanntgabe zu einem deutlichen Kursrückgang von etwa 12 % führte.

Ein Hauptgrund für die Unruhe der Investoren ist Googles Eingeständnis, dass auf KI basierende Suchanfragen weniger Einnahmen generieren als traditionelle organische Suchanfragen. Philipp Schindler, Chief Business Officer von Google, erklärte, dass KI-Modus-Anfragen weniger Anzeigen enthalten und diese Anzeigen niedrigere Preise haben. Obwohl das Suchvolumen im dritten Quartal um 12 % zunahm, war dieses Wachstum deutlich langsamer als in früheren Quartalen, was auf ein verändertes Nutzerverhalten hindeutet, möglicherweise bedingt durch den Aufstieg konkurrierender KI-Chatbots.

Um die Einnahmenlücke zu schließen, kündigte Google an, die Präsenz von kontextbezogener Werbung in seiner KI-Sucherfahrung auszubauen. In den Vereinigten Staaten wird das Unternehmen "Mehrfach-" (multi-turn) Anzeigen einführen, die sich dynamisch während mehrschrittiger Interaktionen mit der KI anpassen. Zudem plant das Unternehmen, diese Anzeigen bald in weiteren internationalen Märkten auszurollen. Schindler wies darauf hin, dass die Akzeptanz von KI-Suchanzeigen durch Werbetreibende Zeit benötigen könnte, verwies aber auf Nutzerforschung, die diese Anzeigen als relevanter und hilfreicher als traditionelle Suchanzeigen bewertet.

Unterdessen beschleunigen sich Googles Ausgaben für KI weiter. Der negative Cashflow des Unternehmens stieg allein im dritten Quartal von 5,8 Milliarden auf 9,06 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich aufgrund umfangreicher Investitionen in KI-Infrastruktur und Forschung. Die Investitionsausgaben für das Quartal lagen bei 51,4 Milliarden, mit prognostizierten Ausgaben für das Gesamtjahr 2026 zwischen 195 und 205 Milliarden US-Dollar. Alphabet strebt an, die KI-Investitionen 2027 auf über 300 Milliarden US-Dollar zu erhöhen.

CEO Sundar Pichai hob Fortschritte in der KI hervor, darunter die Gemini-Modellreihe und die Gemini-App, die nun eine Milliarde Nutzer erreicht hat, und bezeichnete KI als zentral für zukünftiges Wachstum. Google Cloud, das von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert, übertraf 30 Milliarden US-Dollar Umsatz und wuchs im Jahresvergleich um 103 %. Pichai räumte jedoch die Herausforderung ein, die Verbesserung der Nutzererfahrung mit Monetarisierung in Einklang zu bringen, und betonte den Fokus darauf, KI nahtlos in Search, YouTube, Chrome, Android und Workspace zu integrieren.

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf KI zeigt die Bereitschaft, kurzfristige finanzielle Belastungen in Kauf zu nehmen, um langfristig eine Führungsposition im KI-Bereich zu sichern. Dennoch stellen das langsamere Wachstum der Suche und die geringere Monetarisierungsrate für KI-Suchanfragen Risiken dar, falls Werbetreibende oder Nutzer die neue KI-verbesserte Erfahrung nicht vollständig annehmen. Zudem zeigt die starke Abhängigkeit von Cloud-Einnahmen im Zusammenhang mit KI-Workloads eine Verwundbarkeit, falls das Investitionsklima für KI oder die Nachfrage von Unternehmen nachlassen.

Zusammenfassend zeigen Alphabets Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 ein robustes Umsatzwachstum, angetrieben von KI- und Cloud-Diensten, unterstreichen aber die aktuelle Abwägung zwischen geringerer Monetarisierung der KI-Suche und steigenden Kapitalausgaben für KI. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, damit Google die kommerzielle Tragfähigkeit seines Werbemodells für KI-Suche demonstrieren und zugleich die rapide steigenden Investitionen in KI-Technologie und Infrastruktur managen kann.

Google admits AI search makes less money, but it’s fixing that with more ads
Google admits AI search makes less money, but it’s fixing that with more ads · Quelle ↗
Photo of Ryan Whitwam
Photo of Ryan Whitwam · Quelle ↗
An infographic titled "Q3 Earnings Highlights: Alphabet now at half-trillion annual revenue run rate" featuring six metric cards: Alphabet (+25% Q3 Y/Y revenue growth to ~$128B), Search & Other Ads (+12% Search Q3 Y/Y revenue growth), Google Cloud (+
An infographic titled "Q3 Earnings Highlights: Alphabet now at half-trillion annual revenue run rate" featuring six metric cards: Alphabet (+25% Q3 Y/Y revenue growth to ~$128B), Search & Other Ads (+12% Search Q3 Y/Y revenue growth), Google Cloud (+ · Quelle ↗

Quellen und Originalberichte

Source: Ars Technica
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